Seriöse Gewinnspiele im Internet – So erkennst Du sie …

Sie sind überall. Gewinnspiele, an jeder Ecke des Internets springen sie den User an. Sagenhafte Gewinnmöglichkeiten locken zur Teilnahme. Aber handelt es sich auch um seriöse Gewinnspiele oder ist es Abzocke, Betrug, Augenwischerei, um an die Daten des Teilnehmers des Gewinnspiels zu gelangen? Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Und es gibt sie, die Gewinnspiele, die nur die persönlichen Daten für Werbung abgreifen möchten.

Aber es gibt auch die guten, seriösen Gewinnspiele.
Die folgenden Hinweise helfen bei der Suche nach seriösen Gewinnspielen.

Woran erkennt man ein seriöses Gewinnspiel?

Man muss kein Rechtskundiger sein, um ein seriöses Gewinnspiel zu erkennen. Der Blick in die Teilnahmebedingungen reicht meist, um entscheiden zu können, ob der Gewinnspielveranstalter Arges im Sinn hat.

Glücksspiel oder Gewinnspiel

Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob ein Gewinnspiel oder ein Glücksspiel vorliegt. Entscheidet der Zufall über den Gewinn und wird für die Teilnahme ein Entgelt gefordert, dann handelt es sich um ein Glücksspiel, hierfür benötigt der Veranstalter eine Lizenz. Ein Gewinnspiel liegt hingegen vor, wenn die Teilnahme ohne Entgelt möglich ist.

Bekannte Marke vs. No-Name

Für seriöse Gewinnspiele spricht, dass der Veranstalter bekannt ist. Man mag damit den vielen kleinen Veranstaltern Unrecht tun, aber die Strahlkraft einer bekannten Marke spricht auch für die Seriosität des Gewinnspiels.

Die Teilnahmebedingungen

Seriöse Gewinnspiele verfügen über Teilnahmebedingungen, die klar und verständlich formuliert sind. Dies ist auch vom Gesetz vorgeschrieben. Sind die Teilnahmebedingungen für einen durchschnittlich informierten Nutzer schon völlig unverständlich, dann sollte von der Teilnahme Abstand genommen werden.

Folgende Dinge sollten in den Teilnahmebedingungen geregelt sein.

  • Teilnahmeschluss; bis wann ist eine Teilnahme am Gewinnspiel möglich
  • Termin für die Ziehung der Gewinner
  • Welcher Personenkreis darf am Gewinnspiel teilnehmen. (z.B. Ausschluss von Mitarbeitern und deren Angehörigen; jeder ab dem vollendeten 18. Lebensjahr)
  • Regeln, nach denen die Gewinner bestimmt werden
  • Regelung, wie die Gewinne zu den Gewinnern gelangen
  • Hinweis, dass der Erwerb von Produkten und Dienstleistungen nicht notwendig ist und keine Auswirkungen auf die Gewinnchancen hat
  • Datenschutzhinweise
  • Genaue Angaben zum Gewinn
  • Ausschluss des Rechtswegs

Nun ist es mit dem Vorliegen von Teilnahmebedingungen nicht getan. Es kommt vielmehr darauf an, was darin steht.

Gewinn / Preis

Ein seriöser Veranstalter von Gewinnspielen beschreibt in den Teilnahmebedingungen den Preis/Gewinn sehr genau. Finden sich hier nur vage oder schwammige Aussagen, dann hat das mit der Forderung nach klaren und verständlichen Bedingungen nichts mehr gemein. Ebenso wird ein seriöser Anbieter auch genauestens über eventuell anfallende Zusatzkosten aufklären (z.B. die Kosten für die Anreise sind im Gewinn nicht enthalten).

Weitergabe der Daten zu Werbezwecken

Ein seriöser Gewinnspielveranstalter wird in seinen Datenschutzerklärungen keinen Passus haben, dass er die erhobenen Daten zu Werbezwecken weitergeben wird. Die Erhebung regelt das Bundesdatenschutzgesetz, das Aufklärungspflichten und Belehrungen gegenüber dem Teilnehmer festschreibt. Wird hingegen in der Datenschutzerklärung darauf hingewiesen, dass die Daten nicht nur vom Veranstalter selbst genutzt werden sollen, sondern noch an eine Vielzahl von anderen Werbetreibenden zum Zwecke der Werbung weitergeben werden, dann sollte man unbedingt Vorsicht walten lassen.

Newsletteranmeldungen

Hinter Preisausschreiben steckt so gut wie immer die Absicht, die Daten für die eigenen Werbezwecke nutzbar zu machen. Da das Gewinnspiel nicht mit dem Erwerb von Waren oder Dienstleistungen gekoppelt werden darf, möchte der Veranstalter die gesammelten Daten dennoch nutzbar machen. Zumindest die Anmeldung zum Newsletter soll vom Teilnehmer erlangt werden.
Aber auch die Einwilligung in den Empfang von Newslettern ist geregelt. Die Anmeldung darf nicht irgendwo in den Teilnahmebedingungen versteckt werden, sondern muss gesondert, deutlich erkennbar eingeholt werden. Das Kästchen für die Einwilligung darf auch nicht bereits angehakt sein.

Ein seriöser Anbieter wird die Einwilligungserklärung auf diese Weise umsetzen. Auch hier gilt wieder, wenn die Einwilligungserklärung versteckt, unverständlich oder bereits angehakt ist, dann sollte von der Teilnahme Abstand genommen werden.

Fazit

Gewinnspiele oder Preisausschreiben sind ein Marketinginstrument. Der Veranstalter einer Verlosung hat natürlich die Absicht sich, sein Produkt oder seine Dienstleistung bekannt zu machen. Ferner möchte er die gesammelten Daten auch für Werbung nutzen. Allerdings ist das alles in Deutschland geregelt und für die Veranstaltung von Gewinnspielen gelten strenge Regeln. Daher genügt meist ein Blick in die Teilnahmebedingungen und die Datenschutzerklärung zum Gewinnspiel, um sich einen Eindruck über den Gewinnspielveranstalter zu machen. Sind die Regelungen klar verständlich, klärt der Veranstalter über die Verwendung der Daten ordentlich auf, dann spricht einiges dafür, dass es sich um ein seriöses Gewinnspiel handelt. Eine Garantie ist das noch nicht, aber die Chancen stehen gut einen vertrauenswürdigen Anbieter gefunden zu haben.


Hier findestg Du seriöse Gewinspiele:
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2 Kommentare

  1. Wer oder wie kann man erkennen, ob der ausgelobte Gewinn auch tatsächlich verlost wurde? Hier kann auch immens Schindluder getrieben werden, indem grosse Gewinne mit guten Gewinnchancen versprochen werden, aber am Ende gar nichts abfliesst, aber reichlich Daten und Adressmaterial geflossen sind. Z.B. wurde bei einem namhaften Discounter über 1.000 Gewinne versprochen, ich habe aber keinen einzigen Gewinn gemacht, auch kein Bekannter!

    • Hallo Schelli,

      danke für Deinen Kommentar – bei einem namhaften Discounter werden aber sicher weit mehr als 10.000 User am Gewinnspiel teilgenommen haben – daher kann dies schon sein – bei 10.000 hätte jeder 10. einen Gewinn erhalten … Bekannte Marken können es sich nicht leisten bei Gewinnspielen unsauber zu arbeiten – hier hilft ggfs. auch eine Nachfrage beim Veranstalter direkt.